First Responder
Seit 2008 leisten Freiwillige unserer Feuerwehr qualifizierte Erste Hilfe, bevor der Rettungsdienst eintrifft.
Ein Glied in der Rettungskette
Seit dem 1. November 2008 stellt die Freiwillige Feuerwehr Hörlkofen eine First-Responder-Einheit für die Gemeinde Wörth und die angrenzende Umgebung.
Die Einheit ergänzt die Rettungskette. Die Alarmierung erfolgt über die Integrierte Leitstelle Erding, parallel zu einem Rettungswagen und – je nach Meldebild – einem Notarzt.
Durch ihren Standortvorteil sind die Mitglieder des Teams in der Regel schneller vor Ort als der Rettungsdienst. Innerhalb weniger Minuten leisten sie qualifizierte Erste Hilfe und halten so das therapiefreie Intervall – die Zeit ohne gezielte Hilfe zwischen Alarmierung und Eintreffen des Rettungsdienstes – so kurz wie möglich.
Wundern Sie sich also nicht, wenn nach Ihrem Notruf noch vor dem Rettungsdienst Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehr vor Ihrer Tür stehen und ihre Hilfe anbieten.
Wann werden wir alarmiert?
- RD 1 (nur Rettungswagen alarmiert): Der Rettungswagen ist weiter als 10 km vom Notfallort entfernt.
- Ab RD 2 (mindestens Rettungswagen und Notarzt alarmiert): Rettungswagen oder Notarzt sind weiter als 5 km entfernt.
Typische Meldebilder
- Atemnot
- Bewusstlosigkeit
- Reanimation
- Kindernotfälle
- Vergiftungen
- Sturz aus großer Höhe über 3 Meter
- Verkehrsunfall
- Herzinfarkt
- Schlaganfall
- Überbrückung längerer Anfahrtszeiten des Rettungsdienstes, etwa bei schwierigen Witterungsverhältnissen
Ausbildung und Fortbildung
Derzeit versehen 17 Kameradinnen und Kameraden den First-Responder-Dienst zusätzlich zu ihren Aufgaben in der Feuerwehr: ein Notfallsanitäter, fünf Rettungssanitäter und elf First Responder. Die First-Responder-Ausbildung ist ein mindestens 80-stündiger Lehrgang, in dem grundlegende sanitäts- und rettungsdienstliche Maßnahmen vermittelt werden.
Zusätzlich zu den Feuerwehrübungen finden jährlich sechs spezielle First-Responder-Übungen und ein landkreisweiter Ausbildungstag statt. Jedes Mitglied absolviert außerdem halbjährlich eine Fortbildung am automatisierten externen Defibrillator.
Woher das Konzept stammt
Ursprünglich entstand die Idee der First Responder in den USA. Dort nutzte man früh die vorhandenen Strukturen von Feuerwehr und Polizei, um in großen, dünn besiedelten Flächen eine schnelle Versorgung von Patienten sicherzustellen.
Ausrüstung im MZF 11/1
- Notfallrucksack mit AED
- Kindernotfalltasche
- Sauerstofftasche
- Absaugpumpe
- Spineboard





